Muskelregenerierender Effekt
Durch das einschleusen von Glukose und Aminosäuren in die Muskelzelle wirkt Insulin anabol und regenerativ. Diese verstärkte Insulinausschüttung wird von Sportlern nach dem Training bewußt herbeigeführt, da so die Glykogenspeicher schneller geladen und die geschädigten Muskelstrukturen ersetzt werden können. Am effizientesten sind dazu Lösungen, welche ohne Verzögerung den Magen passieren.
Die größte Wirkung auf den Insulinspiegel haben dabei kohlenhydrateiweißhaltige Lösungen (Bloomer et al. 2000) aus 38g Eiweiß, 70g Kohlenhydrate und 7g Fett. Die Kombination aus Aminosäuren und Kohlenhydraten im Anschluß an das Training verbessert den Transport der Aminosäuren in die Muskelzellen und führt so zu einem gesteigerten Muskelanabolismus.
Denn das durch die Kohlenhydrate aktivierte Insulin schließt die Zellen für die Aminosäuren auf und regt die Eiweißsynthese an (Tipton und Wolfe 2001, Zawadzki et al. 1992). Allerdings können sich Kohlenhydratgaben negativ auf die Aktivierung fettverbrennender und muskelanaboler Hormone auswirken. So wurde (Miller et al. 2002) die Aktivierung von Wachstumshormonen (hGH), im Gegensatz zu eiweißreicher Supplementierung, gehemmt.