Die Brustmuskulatur

Neben dem Bizeps, die "Parademuskeln" schlechthin.

In modernen Fitness Clubs finden wir neben einer Vielzahl von Maschinen meistens auch ein bis zwei Dutzend verschiedener Geräte und Maschinen für die Brustmuskulatur.

Ob diese jedoch für das Entwickeln respektabler "Pec´s" erforderlich sind, sei dahin gestellt. Vor dem verstärkten Einsatz von isolierenden Übungselementen (auch als eingelenkige Übung bezeichnet), sollte vorrangig mit Grundübungen, wie das Bankdrücken mit der Langhantel gearbeitet werden.

Fast alle leidenschaftlichen Bankdrück-Freaks und Kraftdreikämpfer zeichnen sich durch eine volle und massive Brustmuskulatur aus. Für die Brust ist das Bankdrücken, so wie es für die Beine die Kniebeugen oder für den Rücken das Kreuzheben ist. Allerdings verfügen nicht alle Athleten über die gleichen genetischen Vorraussetzungen, was wieder den Einsatz abweichender Techniken notwendig machen kann.

In solchen Fällen können dann Maßnahmen wie z.B. das Vorermüdungs-Prinzip eine sinnvolle Hilfe sein.

Hierbei wird die Brustmuskulatur mit einer Übung wie "Fliegende Bewegung" im Liegen (also einer Isolationsübung) vorermüdet und gleich im Anschluss ohne Pause mit einer Übung wie Bankdrücken mit der Langhanteln fortgefahren. Zweck der beschriebenen Vorgehensweise ist, daß die Brustmuskulatur mit den Fliegenden vorerschöpft wird und mit den noch "frischen" assistierenden Muskel, wie Trizeps und der vorderen Schulter bei der nachfolgenden Grundübung Bankdrücken (auch als mehrgelenkige Übung bezeichnet) weit über ihr normales Maß hinaus beansprucht werden kann.

Selbstverständlich haben sekundär auch alle anderen Isolationsübungen durchaus eine Berechtigung in unserer Trainingsplanung.

Noch ein kleiner Tipp

Bitte immer langsam und kontrolliert die Gewichte bzw. die Stange zur Brust absenken und nicht "abfedern". Dies verringert das Verletzungsrisiko (insbesondere der Schulter) und maximiert den Fortschritt, da bei schwungartiger Übungsausführung immer ein Teil der Bewegung uneffizient ist. Der Faktor Konzentration nimmt bei Athleten mit günstigen morphologischen Eigenschaften der Zielmuskulatur eine noch brisantere Stellung ein.